Japan. Katagami Style. Paper Stencils and Japonisme Movement
Eines der Kernobjekte in den Beständen der Neuen Sammlung – eine extrem seltene Ikone des Japonismus – wandert als Leihgabe nach Japan: das Sideboard des englischen Architekten Edward William Godwin von 1867/69, von dem nur wenige, variierte Exemplare (Victoria & Albert Museum London, Bristol Museum, Powerhouse Museum Sydney) bekannt sind. Wie kaum ein anderes Objekt markiert es den Beginn der Moderne in Europa. Es wird durch Die Neue Sammlung seit 2002 in der Pinakothek der Moderne als Auftakt der Dauerausstellung zur Geschichte des Designs gezeigt.
Nach der erzwungenen Öffnung Japans gegenüber dem Westen 1853/54 gelangten im Zuge der Weltausstellungen des 19. Jahrhunderts unter anderem Katagami – japanische Färbeschablonen – in den Westen und gewannen mit ihrer stilisierenden Ästhetik maßgeblichen Einfluss auf die Entstehung moderner Gestaltung, sei es im Bereich der Kunst, sei es beim Entwurf von Möbeln, Textilien oder Gebrauchsgerät. Die vom National Museum of Modern Art, Kyoto konzipierte Ausstellung widmet sich den Wegen, Ikonografien und Themen dieses interkulturellen Austausches.
Mitsubishi Ichigokan Museum, Tokyo; The National Museum of Modern Art, Kyoto; Mie Prefectural Art Museum
07.04.2012 - 28.10.2012
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