Berlin. Bauhaus-Archiv. Stühle ohne Beine
Neue Bauten, neue Räume, neue Materialien: So lauteten einige der Maximen, die Mitte der 1920er-Jahre die Voraussetzungen zu einer der revolutionärsten Neuerungen in der Geschichte des Möbeldesigns führten. Nicht nur die Bauwerke sollten schweben und durch überkragende „Wolkenbügel“ frei in den Raum vorstoßen – auch ein neues, schwebendes Sitzen sollte möglich sein. Nahezu gleichzeitig entwarfen der Holländer Mart Stam und die Bauhausgestalter Marcel Breuer und Ludwig Mies van der Rohe sogenannte Freischwinger, die zunächst aus Stahlrohr waren. Neue Techniken erlaubten später auch mit Kunststoff, ja sogar mit dem traditionellen Material Holz eine Umsetzung des Prinzips Kragstuhl, das bis zum heutigen Tag Entwerfer, Benutzer und Betrachter fasziniert.
Anhand von ausgewählten Beispielen aus den Museumsbeständen der Neuen Sammlung – The International Design Museum Munich – beleuchtet die Ausstellung „Stühle ohne Beine“ im Bauhaus-Archiv Berlin auch einen Aspekt des Themas Bauhaus und die Folgen.
Berlin | Stühle ohne Beine - Die Neue Sammlung – zu Gast im Bauhaus-Archiv | 21.03.2012 - 10.06.2012