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1946-1907

München | 1940 - 1946 |  Von 1940 bis 1946 geschlossen

München | 1933
Mit der Machtübernahme Hitlers 1933 gerieten die progressiven Ausstellungen der Neuen Sammlung in die Schusslinie nationalsozialistischer Politik und Publizistik. In den folgenden Jahren kam es zu einem Schwund der Museumsbestände - sei es, daß Sammlungsobjekte verkauft, sei es daß sie an Waisenhäuser abgegeben wurden. Die Museumsleitung wurde ab April 1934 an den Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums übertragen, der fortan die Sammlungs- und Ausstellungspolitik der Neuen Sammlung bestimmte.

München | 1929 - 1933 | Der Entwerfer als Museumsdirektor
Auf den Wirtschaftsfachmann folgte als Direktor der Neuen Sammlung der Architekt und Designer Wolfgang von Wersin (1882-1976). Die (irrige) Vermutung und Behauptung, er sei Jude, führte zu seiner Amtsniederlegung im September 1933.

München | 1925 - 1929 | Der erste Direktor
Gründungsdirektor des Museums, das im Jahr 1925 als staatliche Institution des Freistaates Bayern etabliert wurde, war der Rechtswissenschaftler und Wirtschaftsfachmann Dr.rer.pol. Günther Freiherr von Pechmann (1882-1968), der zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Werkbundes gehörte und sich dem verschrieben hatte, was man später "Industrielle Formgebung" oder "Design" nannte.
Verwaltungstechnisch war das Museum damals dem Bayerischen Nationalmuseum zugeordnet, dessen historische Sammlungen es für den Bereich der zeitgenössischen Gestaltung fortsetzen sollte. In der Verwaltung hieß die selbständig über ihre Sammlungs- und Ausstellungspolitik entscheidende Institution Abteilung für Gewerbekunst. Ganz anders agierte das Museum selbst: Seit 1929 wurde der programmatische Name "Die Neue Sammlung" verwendet, mit dem sich das Museum gegenüber den anders orientierten Museen für Kunstgewerbe, Kunsthandwerk, dekorative Kunst etc. abgrenzte.
Als der versprochene Neubau für die erheblich angewachsenen Museumsbestände nicht verwirklicht wurde, verließ von Pechmann München und übernahm in Berlin die Leitung der KPM (damals: Staatliche Porzellan-Manufaktur Berlin). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Günther von Pechmann zum Wiederbegründer der Neuen Sammlung.

München | 1925
1925 wurde das Museum als Staatsinstitution etabliert und trägt seit 1929 den verpflichtenden, charakteristischen Namen „Die Neue Sammlung“. Das Wort „Neu“ im Museumsnamen signalisierte dezidiert die Abgrenzung zu den Kunstgewerbemuseen der damaligen Zeit, die Hinwendung zur Gegen­wart, die Internationalität und die stete Suche nach zukunftsweisender gestalterischer Qualität. Die avantgardistischen Ziele prägen das Museum bis heute.

München | 1907 | Die Anfänge
1907 wurde in München - im Hotel "Zu den Vier Jahreszeiten" der Deutsche Werkbund gegründet. Eng mit dessen Ideen­gut und Idealen verknüpft, begann daraufhin der Aufbau einer sogenannten „Modernen Vorbilder­sammlung“, die den Kern der Museumsbestände bildet.
Von Anfang an konzentrierten sich die Erwerbungen auf beispielhaft gestaltete „moderne“ Dinge des alltäglichen Gebrauchs, also das, was man heute als Design bezeichnen würde.

siehe auch: Archiv. Ausstellung 2010-2000 1999-1990