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Project. Research. 2006

Jobpit 2000 | Restaurierung eines futuristischen Arbeitsplatzentwurfs

Der 'Jobpit', ein Modell für einen futuristischen Schreibtisch von Gerhard Beigel und Mitarbeiter aus dem Jahr 1967, dokumentiert eindrucksvoll die Zukunftsvision eines Arbeitsplatzes im Jahr 2000. Das Modell weist neben kleineren Gebrauchsspuren vor allem eine extrem ausgeblichene Textilbespannung der Bodenplatte auf. Anhand abgedeckter Bereiche war es möglich die ursprüngliche Farbigkeit zu rekonstruieren. Mittels Faseranalytik sowie aufwendiger Färbeversuche konnte die originale Vision des Modellschreibtisches wieder  rekonstruiert werden.

Kooperationspartner:
Lehrstuhl für Restaurierung, Konservierungswissenschaft und Kunsttechnologie, Technische Universität München
Bayrisches Nationalmuseum München

Risse im freien Schwung
Möglichkeiten der Rissverklebung des Panton-Chairs aus Luran S®

Die Produktion des sog. Panton-Chairs wurde im Jahr 1971 auf das deutlich effizientere Spritzgußverfahren mit dem Polystyrolfabrikat „Luran S“ der Firma BASF umgestellt. Neben den geringeren Rohstoffkosten dieses thermoplastischen Kunststoffes war der Produktionsvorgang deutlich effizienter. Charakteristisch für diese Serie ist, die der Stabilität geschuldete, deutlich breitere seitliche Kante, produktionsbedingte einheitliche Wandstärken sowie die stabilisierenden Verstärkungslamellen im Kniebereich des Stuhles. Die ab 1974 zunehmende Zahl an Reklamationen, durch Brüche in der stärker belasteten Knie- und Rückenzone des Stuhls, führten schließlich 1979 zu einem Produktionsstop der Luran-S Version. Im Rahmen dieses Projektes wurde anhand von umfangreichen Klebemitteltests der ideale Klebstoff zur Verklebung entsprechender Schäden ermittelt.

Kooperationspartner:
Lehrstuhl für Restaurierung, Konservierungswissenschaft und Kunsttechnologie,     Technische Universität München

Standzeit unbekannt. Akkumulatoren im Mobilfunk

Die Neue Sammlung besitzt mehrere tausend Mobiltelefone verschiedener Hersteller. Darunter befinden sich früheste Modelle aus den 1980er Jahren bis hin zu aktuellen Produkten und Prototypen. Für die dauerhafte Aufbewahrung dieser Sammlung gilt es die möglichen Risikofaktoren zu minimieren. In diesem Falle handelt es sich vor allem um die in den Geräten enthaltenen; zum Teil fest integrierten Akkumulatoenr.  die Gefahrenstoffe enthalten.  Da nahezu alle Akkus umweltgefährliche Stoffe enthalten, sind diese vom Gerät zu trennen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Inhaltsstoffe der Akkumulatoren können durch alterungsbedingte Ermüdungserscheinungen des Ummantelungsmaterials austreten und gravierende Schadensbilder hervorrufen.

Kooperationspartner:
Lehrstuhl für Restaurierung, Konservierungswissenschaft und Kunsttechnologie, Technische Universität München