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Konzept

Das Staatliche Museum für Kunst und Design in Nürnberg hat für seinen offiziellen Namen (Neues Museum) - genau wie Die Neue Sammlung in München - das programmatische "Neu" gewählt: als Zeichen, dass dieses Haus neue ungewohnte Wege geht.
Das Neue Museum in Nürnberg wurde im April 2000 eröffnet. Weltweit einmalig war damals die gleichgewichtige Darstellung der Bereiche Kunst und Design. Die Neue Sammlung - The International Design Museum Munich - betreut dort seitdem den Bereich Design mit Dauer- und Wechselausstellungen. In Reaktion auf den Zeitrahmen der Sammlung Kunst richtet sich der Fokus im Design auf die Zeit vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur unmittelbaren Gegenwart.

Seit Frühjahr 2008 wird das Design in einer Neupräsentation eng mit dem Bereich der Kunst verschränkt, um Unterschiede, aber auch parallele Entwicklungen unmittelbarer vor Augen zu führen, als es bei der vorherigen strikten Trennung in einzelne Stockwerke möglich war.
Der Besucher durchschreitet in beiden Stockwerken alternierend Räume für Kunst und Räume für Design. Die Möglichkeit, Design auf beiden Stockwerken zu zeigen, erlaubt gegenüber der früheren chronologischen nun eine thematische Gliederung.

So ist das Erdgeschoß dem aktuellen Geschehen, den neuen Ideen und den jüngeren Designern vorbehalten, die dort auch die Gelegenheit haben, mit Rauminstallationen an die Öffentlichkeit zu treten.
Die beiden Erdgeschoss-Räume in der Tiefe des Hauses bleiben, infolge ihrer spezifischen Lichtsituation, dem Graphic Design, der Fotografie und anderen kleineren Sonderausstellungen gewidmet.
Im Obergeschoss richtet sich der Fokus auf das klassische Design - sei es in monographischen Präsentationen, sei es in Konzentration auf bestimmte Aufgaben oder Prinzipien der Gestaltung. Auch hier kann infolge der Neuinterpretation der Sammlungsräume jeder einzelne Raum mit einem eigenen Thema besetzt werden.
Neben der dadurch erzielten Lebendigkeit und Vielfalt beim Durchschreiten der Räume hat diese Konzeption zudem den praktischen Vorteil einer hohen Flexibilität, die es erlaubt, einzelne Räume auszutauschen und mit einem anderen Thema neu zu bespielen.
Mit dieser räumlichen Neuausrichtung ergibt sich, wie von selbst, auch eine inhaltliche, die den Auftrag eines Museums für Kunst und Design konzeptionell neu interpretiert: statt Schichtung eine Verflechtung.